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Grafik Seitentitel: Gemeinschaften des tibetischen Buddhismust

Grafik: Symbol für Buddhismus - Rad mit acht SpeichenAro-Gemeinschaft Deutschland

"Aro gTer" ist eine eigenständige Linie innerhalb der Nyingmapa. Zentraler Inhalt ist das Meditationssystem Dzogchen. Die Linie steht - im Unterschied zu anderen Schulen - in einer Sukzession von Frauen, auch wenn die derzeitige Leitung bei einem Mann liegt. Auch die Lehre soll vor allem Frauen auf dem spirituellen Weg helfen. Die Der deutsche Verein hat seinen Sitz in Mönchengladbach, fünf Ortsgruppen sind angeschlossen.

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Arya Maitreya Mandala (AMM)

Der Orden AMM geht auf den Deutschen Ernst Hoffmann zurück, der - zunächst in einem Theravada-Kloster lebend - Kontakt zum tibetischen Buddhismus bekam. Als Lama Anagarika Govinda gründete Hoffmann 1933 in Indien den AMM; 1952 gelangte der AMM in den Westen. Gemäß der tibetischen Tradition begriff Govinda das Fahrzeug des Vajradhatu als höchste Ausformung des Buddhismus, die sich durch neue westliche Interpretationen jedoch weiter entwickeln werde - unter Bewahrung des grundlegenden Kerns der Lehre. Zur Aufnahme in den Ordnen ist eine dreijährige Vorbereitungszeit erforderlich.
Dem eigentlichen AMM vorgeschaltet ist der "Freundeskreis des Arya Maitreya Mandala", dessen Mitglieder die fünf Verpflichtungen beachten müssen.
Im AMM verpflichtet sich der Gläubige zur Anerkennung der Lehren des AMM und zur Erfüllung des Bodhisattva-Ideals.

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Aryatara-Institut

Ein Stadtzentrum in München in der Tradition der Gelugpa. Als "offenes Laienkloster" will man den Buddhismus im Alltag umsetzen. Das Institut ist Teil der "Stiftung zum Erhalt der Mahayana-Tradition", gegründet 1975 von Thubten Yeshe und Thubten Zopa Rinpoche, die den Buddhismus im Westen und für den Westen verbreiten will. Der Stiftung gehören weltweit über hundert Zentren und Hilfswerke an.

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Buddhahaus Mahakaruna

Die neue Gruppe in Freital bei Dresden orientiert sich an der Gelugpa, führt aber auch Veranstaltungen durch, die andere buddhistische Traditionen beinhalten.

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Buddhistischer Dachverband Diamantweg e. V. (BDD)

Der im Westen weithin bekannte Oly Nydahl ist der wichtigste spirituelle Lehrer der Diamantweg-Zentren. Sie sind Teil der Karma-Kagyü-Tradition. Ziel ist, die Integration des Buddhismus in die westliche Lebensweise in einer "alltagsnahen und lebendigen" Weise.
Dem Dachverband sind rund 80 lokale Gruppen angeschlossen. Er ist damit die größte Einzeltradition in Deutschland.

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Chödzong

Die "Chödzong - Buddhistische Gemeinschaft e. V." mit Zentrum in Fürth steht in der Tradition der Gelugpa; ihr sind knapp 20 lokale Gruppen angeschlossen. Die Gemeinschaft vertritt einen Buddhismus für die westliche Kultur bei Bewahrung der "Essenz" des tibetischen Buddhismus - ein Motiv vieler Gemeinschaften. Spiritueller Führer von Chödzong ist Dagyab Kyabgön Rinpoche. Er kam 1966 auf Einladung der Universität Bonn nach Deutschland. Seitdem arbeitet er an der Universität als Tibetologe. Der Vermittlung des Buddhismus widmet er sich seit 1984; der Trägerverein von Chödzong wurde 1985 gegründet.

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Chöling

Die "Tibetisch-Buddhistische Gemeinschaft Chöling e. V." besteht aus einer Gruppe in Hannover; die den tibetischen Buddhismus praktiziert, ohne sich einer Schulrichtung zuzurechnen. Die Veranstaltungen werden in der Klosterpagode Vien Giac durchgeführt; dem Zentrum von Buddhisten aus Vietnam.

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Dhagpo Kagyü Mandala

Die Linie der Karma-Kagyüpa etablierte sich in den 1970er Jahren in Europa; das europäische Zentrum befindet sich in Frankreich. Das Hauptzentrum für Deutschland, Kündröl Püntsok Ling im niederbayerischen Jägerndorf, entstand 1996, als sich Buddhisten des Kamalashila-Instituts und des Mahamudra-Retreatzentrums in Halscheid, einem neuen spirituellen Leiter zugezogen fühlten. Der Gemeinschaft sind mehrere Gruppen in Deutschland angeschlossen.

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Dharmakaya / Ganden Tashe Choeling

Die Zentren stehen in der Gelug-Tradition. In Deutschland gibt es die meisten Gruppen in den neuen Bundesländern. In Schwante bei Oranienburg entstand 2002 die Buddhistische Klosterschule Ganden Tashi Choeling.

>> Homepage Ganden Tashi Choeling, Berlin

[Die allgemeine Homepage der Klosterschule wird seit gut einem Jahr bearbeitet (Stand: März 2004). Der angegebene Link führt zum Berliner Zentrum, dessen Seiten ausführliche Informationen bieten.

Dipankara

Das Zentrum mit Hauptsitz in Berlin gehört zur Neuen Kadampa-Tradition, der spirituelle Führer ist Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche. Ihm sind nach eigenen Angaben 17 Zweigzentren in Berlin und den neuen Bundesländern angeschlossen.

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Drikung Kagyü

Für diese Schule gibt es in Deutschland keinen offiziellen Dachverband; das Zentrum in Aachen (Drikung Sherab Migched Ling) übt diese Funktion aus. Insgesamt existieren 18 lokale Gruppen.
Die Drikung-Kagyü-Schule ist aus der Karma Kagyüpa hervorgegangen. Derzeitige spirituelle Oberhäupter sind Kyabgön Chetsang Rinpoche und Chungtsang Rinpoche.
Einige Zentren in Deutschland beziehen sich explizit auf eigenständige Traditionslinien innerhalb der Drikung Kagyüpa - so das Garchen Dharma Institut in München und der Palden Dharma Tare Ling e. V. im mittelhessischen Staufenberg. Diese Zentren wurden 2000 bzw. 2001 von Garchen Rinpoche begründet, dem Leiter des Garchen Buddhist Institute in Chino Valley, Arizona (USA).

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Dzogchen-Gemeinschaft Deutschland

Die Dzogchen-Gemeinschaft entstand in den 1970er Jahren in Italien. In Deutschland existiert sie seit 1986 mit Sitz im mittelhessischen Oberwalgern. Es sind mehrere Ortsgruppen angeschlossen. Der Gründer und spirituelle Meister Chögyal Namkhai Norbu lebt in Italien, dort und in Wien war er als Tibetologe tätig. Die Lehre der Dzogchen-Gemeinschaft verbindet verschiedene Elemente des tibetischen Buddhismus zu einem eigenen Gebilde.

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Kagyü Benchen Ling

Das Zentrum in Todtmoos im Schwarzwald ist dem "Marpa House" in Großbritannien angeschlossen; es gibt in Deutschland regionale Gruppen. Lehre und Praxis stehen in der Tradition der Kagyüpa. Spirituelles Oberhaupt ist Lama Chime Rinpoche, der als inkarnierter Lama des Zentralklosters Benchen in Tibet gilt. Chime Rinpoche hat das Marpa House 1973 gegründet.

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Karma-Kagyü-Gemeinschaft Deutschland e. V. / Kamalashila-Institut

Der 1978 ins Leben gerufene Verein sieht sich als autorisierter Vertreter der Karma-Kagyüpa in Deutschland; in einem Schreiben vom Juni 1994 hat der 17. Karmapa die Schirmherrschaft über die Gemeinschaft übernommen.
Die Karma-Kagyüpa-Gemeinschaft besteht aus dem Trägerverein, dem Kamalashila-Institut für buddhistische Studien- beide in Langenfeld (Eifel) - und dem Retreatzentrum Halscheid. Darüber hinaus existieren noch neun Ortsgruppen.

>> Karma-Kagyü-Gemeinschaft Deutschland
>> Kamalashila-Institut
>> Retreatzentrum Halscheid

Karuna

> Siehe bei Upaya

Losang Zentrum für Kadampa Buddhismus e. V.

Wie Dipankara (siehe oben) ist das Losang-Zentrum Teil der Neuen Kadampa Tradition von Geshe Kelsang Gyatso. Dem Zentrum in Hamburg sind in Hamburg zwei Zweigzentren zugeordnet, weitere in Braunschweig, Hannover und Bremen.

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Mahakala Ashram

Der von Lilavajra und Vajramala geleitete Ashram in Überlingen am Bodensee wurde 1993 als "freie spirituelle Schule" gegründet. Vajramala wurde von Anagarika Govinda - dem Gründer des Arya Maitreya Mandala - autorisiert, seine Lehre weiterzugeben.

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Neue Kadampa Tradition (NKT)

Die Gemeinschaft der "Neuen Kadampa Tradition" wurde in 1977 von Geshe Kelsang Gyatso in London gegründet; ihr Ziel ist die Wiederbelegung der "ursprünglichen" Kadampa, die in der Gelug-Linie aufging. Geshe Kelsang ist ein aus Tibet stammender und dort ordinierter Mönch, der seit 1976 in Großbritannien lebt. In den Zentren werden die Meditationstechniken des tibetischen Buddhismus - einschließlich Tantra - vermittelt.
Die internationale Homepage benennt derzeit acht Zentren in Deutschland, denen 50 lokale Gruppen bzw. Studiengruppen angeschlossen sind.

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Rabten Chöling

Die beiden Gruppen in München und Marktoberdorf gehören zum "Rabten Choeling Institute for Higher Tibetian Studies" mit Sitz in der Schweiz, das 1977 von Geshe Rabten Rinpoche gegründet wurde. Die Gemeinschaft ist der Gelugpa zugehörig.

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Rigpa e. V.

Die Gemeinschaft steht in der Nyingma-Tradition. Spirituelle Lehrer sind Sogyal Rinpoche und Dzogchen Rinpoche. Sogyal Rinpoche ist ein Vertreter der "Rime" - einer Richtung, die die traditionellen Grenzen der Schulen überwinden will. Ihre Schüler gründetet 1986 die Gemeinschaft in Deutschland.

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Sakyapa / Sakya Foundation

Derzeitiges Oberhaupt der weltweiten Sakyapa ist Sakya Trizin. In Deutschland gibt es nur wenige Zentren; das erste wurde in den 1970er Jahren in Hannover gegründet. 1997 entstand durch die Schwester von Sakya Trizin, Jetsün Chimey Lüding, die Sakya-Foundation mit registriertem Sitz in Duisburg. Die Foundation soll die lokalen Sakya-Zentren in Europa unterstützen und die Schule nach Außen repräsentieren.

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Shambhala (Varjadhatu)

Shambhala - früher Vajradhatu - entstand in den 1970 er Jahren in den USA durch Chögyam Trungpa (1939-1987). Trungpa war in der Karma-Kagyü-Tradition ausgebildet und hat den Lehren des tibetischen Buddhismus Elemente des Zen und der westlichen Psychologie hinzugefügt. Das soll dem Ziel dienen, eine Form des Buddhismus für den westlichen Menschen zu schaffen. Leitbild ist der Weg des "Kriegers" - womit Bezug auf die mythische Dimension von Shambhala als Ort eines paradiesischen Königreiches genommen wird. Durch Meditation und Belehrung kämpft der Einzelne für die buddhistischen Tugenden.
Derzeitiges Oberhaupt ist Sakyong Mipham Rinpoche

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Tara Mandala

Das Zentrum steht in der Tradition der Gelupga. Sein Leiter wurde Thubten Yeshe Rinpoche ordiniert, dem Gründer der Stiftung für die Bewahrung der Mahayana-Tradition.

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Tarab Institut Deutschland

Die von Tarab Tulku IX. entwickelte Lehre kombiniert den tibetischen Buddhismus, speziell den Tantra, mit westlicher Psychoanalyse und Psychotherapie. Das "Unity in Duality"-Konzept wird in einem über vier Jahre angelegten Kurs gelehrt. In Deutschland besteht eine Gruppe des Tarab-Instituts.

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[Eine knappe Seite mit wenigen Informationen. Ausführlicheres im englischen Bereich]

Tibetisches Zentrum Hamburg

Das 1977 unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama gegründete Zentrum - das folglich in der Gelug-Tradition steht - ist die wohl bekannteste und größte Einzelgemeinschaft des tibetischen Buddhismus in Deutschland. Dazu hat auch beigetragen, dass die Mitglieder eine aktive Öffentlichkeitsarbeit zur Bewahrung der traditionellen Kultur in Tibet betreiben.
Dem Zentrum angeschlossen ist das 1996 eröffnete Meditationshaus Semkye Ling in Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Neben offenen Meditationsgruppen, Seminaren und Vorträgen bietet das Zentrum auch ein siebenjähriges Studium zur Ausbildung als buddhistischer Lehrer an.
Neben dem Hamburger Zentrum existieren weitere Gemeinschaften, die meist "Tibetisches Zentrum im Namen führen und in der gleichen Tradition stehen.

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Upaya

Die "Upaya gemeinnützige Gesellschaft für kontemplatives Handeln" verbindet die Praxis des tibetischen Buddhismus der Nyingmapa mit kontemplativer Psychologie. 1998 wurde der Verein "Karuna e. V." gegründet, 2002 - zur Professionalisierung der Organisation" - die Upaya gGmbH. Der Verein besteht weiterhin fort und bietet in lokalen Gruppen Meditationskurse an, während Upaya eher überregional orientiert ist und v. a. ein dreijähriges Fortbildungsprogramm durchführt.
Das Konzept ist beeinflusst von Chögyam Trungpa Rinpoche; Shambhala Europe die Schirmherrschaft über Upaya. Der Sitz der GmbH ist Köln.

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Yeshe Khorlo Deutschland e. V.

Der deutsche Zweigverein von Yeshe Korlo wurde 1997 gegründet, die der Nyingmapa zugehörige Schule stammt aus dem Buhten. Derzeitiger spiritueller Leiter ist Gangteng Tulku Rinpoche. Wie in anderen Nyingmapa-Gemeinschaften steht die Dzogchen-Meditation im Mittelpunkt der Praxis. Längere Retreats werden im europäischen Zentrum im französischen Blieb durchgeführt. In Deutschland gibt es drei Gruppen.

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Letzte Aktualisierung: 19.04.2006

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