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Lichterfest (Chanukka)

Acht Tage, vom 25. Tislev bis zum 2. Tevet, dauert Chanukka, was soviel wie "Weihung" bedeutet. Während dieses Festes, das normalerweise in den Dezember fällt, erinnern sich die Juden an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem für den Gottesdienst nach dem Ende der syrisch-hellenischen Verfolgung im Jahr 165 vor unserer Zeitrechnung. So symbolisiert Chanukka immer auch den Sieg der Schwachen gegen eine scheinbar übermächtige Unterdrückung. Die Hauptzeremonie besteht aus dem Anzünden eines achtarmigen Leuchters.
Eine alte Legende berichtet vom "Lichtwunder": Im Tempel war ein kleiner Krug erhalten geblieben, der aber nur ein winziges Tröpfchen Öl enthielt - es reichte jedoch für acht Tage. Deshalb wird Chanukka auch als "Lichterfest" bezeichnet. Das Anzünden geschieht stets nach Einbruch der Dunkelheit in der Familie und in der Synagoge. In manchen jüdischen Familien gibt es nur einen Leuchter, in anderen besitzt jedes Familienmitglied einen eigenen. An jedem der acht Tage wird - von links nach rechts - eine Kerze mehr angezündet. Anschließend werden Chanukkalieder angestimmt; die Kinder erhalten Geschenke. In den Familien werden häufig Krapfen und Kartoffelpfannkuchen zubereitet.


(Stefan Koppelmann, in: Religionen feiern. Feste und Feiertage religiöser Gemeinschaften in Deutschland. Hg. vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienst e. V. REMID. Marburg 1997, S. 98. Die Buchausgabe ist vergriffen.)


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